Alternative für Deutschland

Zum Bildungswesen in Brandenburg und Ludwigsfelde

In Ludwigsfelde wandelt man die Gottlieb-Daimler-Oberschule, die bisher schon als „sozialer
Brennpunkt“ gilt, nun in eine „Gesamtschule mit gymnasialer Oberstufe“ um. Unser
Stadtverordneter Dr. Eberhard Grünert stimmte als einziger Stadtverordneter dagegen. Das
hat seinen Grund.
In Brandenburg und Berlin rühmt man sich, dass 60 % eines jeden Jahrgangs die Schule
mit dem Abitur verlassen. Das geht allerdings nicht auf eine plötzliche Intelligenzexplosion
zurück, es führt auch keineswegs zu einer Masse neuer Ingenieure, Ärzte und Rechtsanwälte.
Vielmehr setzte man die Anforderungen stark herab Ein derartiges Abitur weist
höchstens die Kenntnisse nach, die früher am Ende der 10. Klasse vorhanden waren, in
Gesamtschulen erreichen sie kaum die Kenntnisse der 8. Klasse.
Entsprechend scheitern auch zwei Drittel der Studienanfänger, wobei die Absolventen der
Gesamtschulen natürlich noch schlechter abschneiden als jene der Gymnasien. Sie verlassen
die Universität oder Fachhochschule ohne Abschluss. Da ihnen eine Lehre wegen ihres
schon höheren Alters und des gescheiterten Studiums peinlich ist, werden sie dann als
Briefträger oder Verkäuferin tätig (wir kennen Beispiele). Die Jahre in der „gymnasialen
Oberstufe“ und die an der Universität sind vertan. Die Bezeichnung des Abiturs als „Allgemeine
Hochschulreife“ erweist sich als überzogen und lächerlich.
Bei den Studienabbrechern zählt man jene nicht mit, die lediglich einen „Bachelor“ nach
vier Semestern ablegen, also eine Art Zwischenprüfung, die kaum als fachliche Qualifikation
gilt und daher sehr selten zu einer Anstellung im Berufsfeld des Studiums führt.
Zudem vergeuden wir potentielle Fachkräfte, die unsere Wirtschaft benötigt, und wir vergeuden
wertvolle Haushaltsmittel für den jahrelangen Aufenthalt junger Menschen an
Schulen und Hochschulen ohne sinnvolles Ergebnis.
Die Gottlieb-Daimler-Schule, bisher schon als „sozialer Brennpunkt“ bekannt, wird noch
weniger als andere Gesamtschulen im Stande sein, studierfähige Abiturienten hervorzubringen.
Die geplante Umwandlung dieser Schule schafft zudem keinen einzigen zusätzlichen
Schülerplatz, auch wenn man sie mit dem zusätzlichen Bedarf begründet.
Andererseits klagen seit Jahren die Handwerkerverbände, dass mindestens ein Viertel der
Schulabgänger nicht im Stande ist, ein Handwerk zu erlernen, weil sie nicht einmal die
Grundrechenarten beherrschen, außerdem ihre Lese- und Sprechfähigkeit nicht ausreicht,
um Wissensstoff aufzunehmen und in einer Prüfung wiederzugeben.
Was wir also brauchen, ist eine deutliche Qualitätssteigerung sowohl der Primar- und
Sekundarstufe I (1. bis 10. Klasse) als auch der Sekundarstufe II in Gymnasien und berufsbildenden
Schulen.
Was wir nicht brauchen, sind weitere Gesamtschulen mit angeblich „gymnasialer Oberstufe“.

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